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Arthur Schnitzler und das Wien des Fin de Siècle – Theater für die 7. und 8. Klassen

Zwei Schauspieler, zwei Sessel und ein impressionistisch anmutendes Bühnenbild: Mit so wenig Mitteln kommt die Niederösterreichische Länderbühne aus, um uns in die Welt und das Werk Arthur Schnitzlers eintauchen zu lassen. Eindrucksvoll gab uns Stefanie Elias einen Einblick in die innere Zerrissenheit des „Fräulein Else”, die an den Forderungen des hochverschuldeten Vaters und des lüsternen Herrn von Dorsday zugrunde geht.

Musikalisch wurden darauf Szenen aus dem „Reigen” eingeleitet: Auf das erotische Geplänkel des jungen Mannes und der jungen, verheirateten Frau nach der Liebesnacht setzte sich der „Reigen” mit dem jungen Mann fort, der dem Stubenmädchen deutliche Avancen macht, was von dieser auch gerne gesehen wird. Noch ausgelassener, aber mit kleinen Eifersüchteleien beginnt das Treffen zwischen dem Stubenmädchen und dem Soldaten, das aber dann mit einer Enttäuschung endet. Der Auszug aus dem „Reigen” wird mit einer Konversation zwischen dem Grafen und der Dirne beschlossen, die - trotz großer ständischer Unterschiede – die einzige mit gleichberechtigten Partnern zu sein scheint.

Mit „Leutnant Gustl” und einer grandiosen Darstellung desselben durch Paul Wiborny wird der Streifzug durch Schnitzlers Werk beendet. Die Stimmung vom Wien der Jahrhundertwende wiederzugeben und die Darstellung der dekadenten, oberflächlich wirkenden Gesellschaft ist der Theatergruppe rund um Pani Stamatopolos gelungen, wodurch den SchülerInnen und LehrerInnen ein vergnüglich-nachdenklichen Vormittag geboten wurde.

Mag. Elisabeth Pfneisl