Exkursion in die Gedenkstätte Hartheim

Am 12. November 2013 besuchten die 8.Klassen in Begleitung von Mag. Gugerell, Mag. Prohaska, Simone Hollerer und Angelika Wiebogen die Gedenkstätte und Ausstellung im Schloss Hartheim. Dieses Schloss, seit 1898 Pflegeanstalt für „geistig und körperlich behinderte” Menschen, wurde nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich von den Nationalsozialisten zur Euthanasieanstalt umgebaut. Hier wurden zwischen 1940 und 1944 etwa 30.000 als „lebensunwert” klassifizierte Menschen ermordet. In der Ausstellung gewannen die SchülerInnen nicht nur Einblicke in die Ideologie der Nationalsozialisten, sondern erfuhren auch Details über Täter und Opfer der sogenannten „Aktion-T4”. Die Ausstellungsräume sind in verschieden Themenbereiche aufgeteilt (NS-Euthanasie, Hartheim, Täter und Opfer, ehemaliger Aufnahmeraum, Gaskammer und Krematorium) und vermitteln ein erschütterndes Bild der Ausmaße dieses organisierten Massenmordes. Die Gedenkstätte Hartheim wurde 2003 als Lern- und Gedenkort eröffnet.

Eine weitere Ausstellung trägt den Titel „Wert des Lebens” und widmet sich dem Umgang mit Menschen mit speziellen Bedürfnissen im Verlauf der Geschichte bis in die Gegenwart. Im Anschluss an die Führung fand ein Reflexionsgespräch statt, in dem die SchülerInnen über ihre Eindrücke berichten konnten und offene Fragen geklärt wurden.